Depression überwinden: Ihre Unterstützung durch den BBuD

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Was möglich ist

Werner litt schon lange unter Depressionen. Er war bei einem Psychotherapeuten in Behandlung und hatte auch schon einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik und eine Reha hinter sich. Trotzdem fühlte er sich oft noch hilflos und allein mit seinen Problemen.

Eines Tages hörte Werner von den ABC-Selbsthilfegruppen des BBuD. Er war neugierig und beschloss, es einmal auszuprobieren. Bei seinem ersten Treffen war er noch sehr zurückhaltend. Aber die freundliche Atmosphäre in der Gruppe half ihm, sich langsam zu öffnen.

In den folgenden Wochen besuchte Werner regelmäßig die Treffen. Dort lernte er viele neue Dinge:

Er hörte anderen zu und merkte: „Ich bin nicht allein mit meinen Gefühlen.“

In Gesprächen entdeckte er neue Sichtweisen auf seine Probleme.

Die Gruppe machte zusammen Übungen. Werner probierte dabei neue Verhaltensweisen aus.

Nach den Übungen erzählte jeder, wie es sich angefühlt hat. Werner lernte, über seine Gefühle zu sprechen.

Die anderen in der Gruppe sagten Werner, wie sie ihn wahrnahmen. Das half ihm, sich selbst besser zu verstehen.

Mit der Zeit merkte Werner, dass sich etwas veränderte:

Er fühlte sich nicht mehr so allein. In der Gruppe hatte er Menschen gefunden, die ihn verstanden.
Er lernte, positiver zu denken. Die neuen Sichtweisen aus der Gruppe halfen ihm im Alltag.
Durch die Übungen wurde er mutiger. Er traute sich, Dinge auszuprobieren, die er sich vorher nicht zugetraut hatte.
Das Feedback der Gruppe stärkte sein Selbstvertrauen. Er sah sich selbst in einem besseren Licht.

Nach einigen Monaten in der Selbsthilfegruppe ging es Werber spürbar besser. Er hatte neue Freunde gefunden und neue Fähigkeiten gelernt. Seine Depressionen waren zwar nicht völlig verschwunden, aber er konnte jetzt besser damit umgehen.

Werners‘ Therapeut bemerkte die positive Veränderung. Gemeinsam stellten sie fest, dass die Kombination aus Therapie und Selbsthilfegruppe Werner geholfen hatte, große Fortschritte zu machen.

Heute sagt Werner: „Die ABC-Gruppe des BBuD war für mich wie ein sicherer Hafen. Dort konnte ich mich ausprobieren und wachsen. Die Unterstützung der Gruppe hat mir geholfen, wieder an mich zu glauben. Ich bin dankbar für diese Erfahrung und freue mich jedesmal auf unser Treffen.“

Diese Geschichte zeigt, wie die lösungsorientierten Selbsthilfegruppen des BBuD einem Betroffenen helfen können, seinen Weg aus der Depression zu finden. Die Kombination aus professioneller Hilfe und der Unterstützung durch die Gruppe kann zu einer echten Erfolgsgeschichte werden.

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Ansätze finden

Liegt eine Depression vor?

Depression ist eine ernsthafte Krankheit, die das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen stark beeinflusst. Nach dem „biopsychosoziale Modell“  ergeben sich Depressionen aus einem Zusammenspiel von verschiedener biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren. Dieses Modell berücksichtigt die Komplexität der Depression und erkennt an, dass mehrere Faktoren zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Erkrankung beitragen können: 

  • Biologische Faktoren: Dazu können genetische Veranlagungen, Veränderungen im Gehirnstoffwechsel, hormonelle Einflüsse oder bestimmte körperliche Erkrankungen gehören.
  • Psychologische Faktoren: Hierzu zählen individuelle Denk- und Verhaltensmuster, Persönlichkeitsmerkmale, frühere Erfahrungen oder Traumata.
  • Soziale Faktoren: Diese umfassen das soziale Umfeld, zwischenmenschliche Beziehungen, Arbeitssituation, sozioökonomische Bedingungen oder belastende Lebensereignisse.

Sie ist mehr als nur eine vorübergehende traurige Stimmung. Menschen mit Depression fühlen sich oft über lange Zeit sehr niedergeschlagen und verlieren die Freude an Dingen, die ihnen früher Spaß gemacht haben. Wichtige Anzeichen sind

  • Anhaltend traurige, ängstliche oder „leere“ Stimmung
  • Gefühle von Hoffnungslosigkeit oder Pessimismus
  • Reizbarkeit
  • Schuldgefühle, Wertlosigkeit oder Hilflosigkeit
  • Verlust von Interesse oder Freude an Hobbys und Aktivitäten
  • Weniger Energie, Müdigkeit
  • Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, Entscheidungen zu treffen oder sich zu erinnern
  • Schlafprobleme
  • Appetit- und Gewichtsveränderungen
  • Gedanken an Tod oder Selbstmord

Wenn jemand mindestens fünf dieser Symptome über zwei Wochen oder länger hat, kann ein Arzt eine Depression feststellen.

Ansätze zur Behandlung

Depression sind behandelbar. Mit der richtigen Hilfe und Unterstützung können viele Menschen ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Depression zu behandeln. Oft wird eine Kombination aus mehreren Ansätzen verwendet. Die folgende Liste ist nicht vollständig:

  • Ärztliche Behandlung: Ärzte, Psychiater und Fachärzte können eine umfassende Diagnose stellen, medizinische Ursachen ausschließen und bei Bedarf Medikamente verschreiben
  • Psychotherapie: Gespräche mit einem Therapeuten können helfen, negative Gedankenmuster zu erkennen und zu verändern. Eine häufig verwendete Form ist die kognitive Verhaltenstherapie..
  • Selbsthilfegruppen: Der Austausch mit anderen Betroffenen, wie in den ABC-Gruppen des BBuD, kann sehr unterstützend wirken.
  • Soziale Unterstützung: Der Kontakt zu Familie und Freunden ist wichtig.
  • Lebensstiländerungen: Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und guter Schlaf können die Stimmung verbessern, Achtsamkeitsübungen –  Meditation und andere Entspannungstechniken können hilfreich sein.

Jeder Mensch ist anders, daher wird der Behandlungsplan individuell angepasst. Es kann einige Zeit dauern, bis man die richtige Kombination von Behandlungen findet. Geduld und offene Kommunikation mit Ärzten und Therapeuten sind dabei sehr wichtig.

Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Anzeichen einer Depression zeigt, ist es wichtig, professionelle Hilfe zu suchen. Ein Arzt oder Therapeut kann eine genaue Diagnose stellen und einen passenden Behandlungsplan entwickeln.

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Konkrete Angebote

Lösungsorientierte Selbsthilfegruppen

Lösungsorientierte Selbsthilfegruppen, wie die ABC-Gruppen des BBuD, gehen über den reinen Erfahrungsaustausch hinaus und bieten eine aktive Lösungskomponente. Neben dem Austausch über persönliche Erlebnisse und individuelle Bewältigungsstrategien werden in diesen Gruppen themenbezogene Inputs gegeben und passende Übungen angeboten, um neue Verhaltensweisen in einem geschützten Raum auszuprobieren. Dieser praxisorientierte Ansatz hilft den Teilnehmenden, konkrete Strategien zu entwickeln und in ihr tägliches Leben zu integrieren, was zu einer nachhaltigeren persönlichen Entwicklung beitragen kann.

Mail-Unterstützung

Die psychosoziale Mailunterstützung  bietet eine niedrigschwellige, asynchrone Unterstützungsmöglichkeit, die es Betroffenen erlaubt, ihre Gedanken und Gefühle in Ruhe zu formulieren und Hilfe zu suchen, wann immer sie es benötigen. Dieser Ansatz ermöglicht es Menschen, die möglicherweise Hemmungen haben, persönlich oder telefonisch um Hilfe zu bitten, anonym und im eigenen Tempo Unterstützung zu erhalten. Zudem bietet die schriftliche Form der Kommunikation sowohl für den Ratsuchenden als auch für den Unterstützenden die Möglichkeit, Inhalte zu reflektieren und durchdachte Antworten zu geben, was zu einer tieferen Auseinandersetzung mit den angesprochenen Themen führen kann.

themenbezogene Foren

Themenbezogene Foren ermöglichen einen gezielten Austausch zu spezifischen Herausforderungen, während eine Informationsbibliothek, die behutsam Elemente künstlicher Intelligenz nutzt, fundiertes Wissen zugänglich macht.

Miteinander reden

Der BBuD versteht soziale Unterstützung als vielfältiges „Miteinander Reden“ und bietet dafür verschiedene innovative Plattformen an.

Der Thementinder des BBuD ist ein innovatives Tool, das Betroffenen ermöglicht, themenbezogene Gesprächspartner zu finden und so gezielt über spezifische Aspekte ihrer Erfahrungen zu sprechen. Dieses Angebot fördert den Austausch zwischen Menschen mit ähnlichen Interessen oder Herausforderungen und schafft damit eine Brücke zwischen individuellen Bedürfnissen und gemeinschaftlicher Unterstützung. Durch die gezielte Vermittlung von Gesprächspartnern zu bestimmten Themen wird nicht nur die Isolation durchbrochen, sondern auch ein tieferer, fokussierter Dialog ermöglicht, der zu neuen Erkenntnissen und gegenseitiger Unterstützung führen kann. Der Thementinder ist somit ein wertvolles Werkzeug, das die Selbsthilfe stärkt und gleichzeitig die Vielfalt der persönlichen Erfahrungen und Bedürfnisse innerhalb der Community berücksichtigt.

Ergänzend verweist der BBuD auf externe Angebote wie „Redezeit für Dich“ und „Krisenchat“, um ein breites Spektrum an Unterstützungsmöglichkeiten abzudecken. Dieser ganzheitliche Ansatz stellt sicher, dass Betroffene und Angehörige verschiedene Wege finden können, um sich zu informieren, auszutauschen und Hilfe zu erhalten – sei es durch direkten Kontakt, digitale Ressourcen oder weiterführende Dienste.

DiGA-Digitale Gesundheitsanwendungen

DiGA für psychische Gesundheit basieren in der Regel auf etablierten psychotherapeutischen Methoden:

  • Fast alle derzeit verfügbaren DiGA im psychischen Bereich verwenden Ansätze der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT).
  • Sie vermitteln psychoedukative Inhalte und leiten therapeutische Übungen an, die sich an leitliniengerechten Behandlungen orientieren

Link zum offiziellen DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

Dieses Verzeichnis ist die zentrale und offizielle staatliche Informationsquelle für alle zugelassenen Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) in Deutschland. Hier finden Sie stets aktuelle und umfassende Informationen zu allen geprüften und erstattungsfähigen DiGA, einschließlich Details zu Indikationen, Funktionsweise und Erstattungsstatus.

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Feedback an uns

Was sagen Teilnehmende

Das ABC ist eine perfekte Ergänzung zur Verhaltenstherapie. Es tut mir gut, mit anderen in Austausch zu kommen. Ohne viel erklären ist man sofort im Thema.

Ich war sehr positiv überrascht. Die Gruppe war super angeleitet und ich konnte viele neue Impulse mitnehmen. Ich komme gerne wieder.

Ich fühle mich immer abgeholt, egal wo ich  gerade steht.

Ich bin sehr zufrieden und fühle mich hier gut aufgehoben.

Ich habe mich in der Gruppe sehr wohl gefühlt und fand den Ablauf sehr ansprechend.

Tolle Moderation.

Entspannt, kompetent, soo nützlich!

Hat mir super gefallen und hat mir sehr geholfen.

Sehr professionell , respektvoll und offen – und wirklich eine praktische Hilfe für den Alltag als Betroffene… Danke :-))

Ich bin sehr dankbar dass ich diese Art von Selbsthilfegruppe gefunden habe!

Bitte weiter so!

Ich bin sehr dankbar für dieses Angebot

Erstaunlich solch ein ehrenamtliches Engagement. Fachliche Aufbereitung

Des Themas und höchst ansprechende didaktische Vermittlung des Stoffes/Themas.

Sehr gelungen und toller, inspirierender Austausch 

Ich kann mir die Anleitung einer Gruppe nicht besser vorstellen. Ganz toll.Vielen Dank!

Es war eine wirklich gut durchdachte und gut strukturierte Veranstaltung.

Insgesamt sehr wertvoll. Herzlichen Dank dafür.

Für mich ist dieses Format sehr nützlich. Es ist sehr gut moderiert und eine gute Hilfestellung für Betroffene

Ich war positiv überrascht, vielen Dank.

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Lösungsorierten Selbsthilfegruppen
Die zweistündigen Selbsthilfegruppen finden teilweise in Präsenz aber auch Online statt. Sie können jederzeit diese besuchen.

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