Als Thomas Grünschläger im Jahr 2013 den heutigen Bundesverband Burnout und Depression mitbegründete, damals noch unter dem Namen Initiative für gesundes Leistungsklima, legte er den Grundstein für das, was der Verband heute ist: eine bundesweite Selbsthilfeorganisation für Menschen mit stressinduzierten Symptomen wie Burnout oder Depression. Aus einer starken Idee ist eine lebendige, engagierte und tragfähige Verbandsstruktur gewachsen, die Betroffene unterstützt, Selbsthilfe stärkt und neue Wege in Prävention und Begleitung eröffnet.
Nun hat Thomas Grünschläger entschieden, den Staffelstab als erster Vorstandsvorsitzender weiterzugeben. Dieser Schritt ist Ausdruck einer gelungenen Entwicklung: Der Verband ist gewachsen, die Verantwortung verteilt sich heute auf viele Schultern, und mit inzwischen 14 Vorstandsmitgliedern und insgesamt knapp 90 Ehrenamtlichen ist eine stabile Basis entstanden, auf der die Arbeit verlässlich fortgeführt werden kann. Dass dieser Aufbau so gut gelungen ist, ist vor allem auch sein Verdienst. Denn Thomas hat den Verband nicht nur maßgeblich geprägt, sondern ihn über viele Jahre mit außergewöhnlicher Energie, Klarheit und Beharrlichkeit vorangebracht.
Thomas bleibt dem Bundesverband Burnout und Depression weiterhin eng verbunden. Auch wenn er nicht mehr an der Spitze des Vorstands steht, bringt er seine Erfahrung, sein Wissen und seine Ideen weiterhin in Projekte ein und steht dem Verband dankenswerterweise auch künftig zur Seite. Besonders sichtbar wird das aktuell im Projekt LENA, der „Lösungsorientierten Empathischen Navigations-Assistentin“, einer KI-gestützten Anwendung, die den Verband künftig dabei unterstützt, Anfragen auch dann aufzufangen, wenn Telefone nicht durch Ehrenamtliche besetzt werden können. Dass Thomas auch in dieser neuen Phase weiter mitgestaltet, zeigt, wie tief seine Verbundenheit mit dem Verband bis heute ist.
Wer mit Thomas zusammenarbeitet, spürt schnell, wie viel Leidenschaft und Herzblut in seinem Engagement steckt. Ideenreichtum, Tatkraft und ein bemerkenswerter Lösungswille zeichnen ihn aus. Er gehört zu den Menschen, die man eher bremsen als anschieben muss. Gerade in schwierigen Zeiten war das für den Verband von unschätzbarem Wert. Beispielsweise als während der Corona-Jahre Präsenzformate nicht mehr möglich waren, wurden neue Wege gefunden; der Verband stieg auf Online-Angebote um und stärkte damit den Zugang zu Selbsthilfe über räumliche Grenzen hinweg, sodass heute 20 Präsenz-Gruppen sowie zehn Online-Gruppen bestehen.
Mit Thomas verbindet sich nicht nur die Geschichte des Verbands, sondern auch eine Haltung: nicht aufgeben, weiterdenken, aus Krisen Entwicklung entstehen lassen. Diese Haltung hat den Bundesverband Burnout und Depression maßgeblich geprägt. Sie lebt in unseren lösungsorientierten Selbsthilfegruppen, in der Arbeit des Vorstands, in den Projekten und in der täglichen Unterstützung für Betroffene oder Angehörige weiter. Man kann mit Recht sagen: Im Verband steckt viel von Thomas’ DNA und genau das wird auch in Zukunft spürbar bleiben.
Für viele Menschen war und ist Thomas nicht nur Gründer, sondern Wegbereiter, Mutmacher und Inspirationsquelle. Auch die Verbindung nach Neuss bleibt Teil seiner Geschichte, denn dort ist der Verband verankert und von dort aus wurde vieles auf den Weg gebracht.
Heute lebt Thomas gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth in Frankreich – mit Hühnern, Fischen und Hund Hugo. Dort darf nun ein neuer Lebensabschnitt beginnen, mit mehr Raum für das private Leben und zugleich mit bleibender Verbindung zu seinem „Baby“, dem Verband. Umso mehr freut es den Bundesverband Burnout und Depression, Thomas künftig auch als Ehrenmitglied verbunden zu wissen. Diese Würdigung steht für tiefen Dank, große Anerkennung und die Gewissheit, dass sein Einsatz den Verband dauerhaft geprägt hat.
Lieber Thomas, für deine Gründungskraft, deinen Ideenreichtum, deine Ausdauer und deinen unermüdlichen Einsatz danken wir dir von Herzen. Du hast Großartiges geschaffen. Der Bundesverband Burnout und Depression trägt deine Handschrift und er wird sie auch in Zukunft weitertragen.


