Am 16. November kamen unsere ModeratorInnen aus ganz Deutschland zu unserem jährlichen Moderatorentreffen zusammen. Das Treffen fand in diesem Jahr als Online-Format statt und schuf von 09:00 bis 13:00 Uhr einen Raum für Austausch, Verbindung und gemeinsames Lernen.
Unser Verband wächst stetig – und genau das spiegelte sich auch an diesem Sonntag wider: Rund 30 engagierte ModeratorInnen nahmen sich bewusst Zeit, um sich virtuell zu vernetzen, auszutauschen und einen Einblick in die aktuellen Themen zu geben. Viele von ihnen arbeiten sehr eigenständig in ihren Selbsthilfegruppen, wodurch im Alltag oft nur punktueller Kontakt untereinander besteht. Umso wertvoller zeigte sich dieser gemeinsame Vormittag.
Ankommen, kennenlernen, verbinden
Zum Auftakt stand das persönliche Kennenlernen im Mittelpunkt. In einer ausführlichen Vorstellungsrunde erzählte jede Person, welche Selbsthilfegruppe oder welches ABC sie moderiert, aus welcher Region sie kommt und welchen persönlichen Tipp sie für mentale Gesundheit weitergeben möchte.
Die gesammelten Tipps für mentale Gesundheit findest du weiter unten im Beitrag.
Aktuelles aus dem Verband: transparent und klar
Im nächsten Programmpunkt erhielten alle ModeratorInnen einen umfassenden Einblick in die aktuellen Entwicklungen im Verband. Die Ergebnisse der außerordentlichen Mitgliederversammlung im November, die neue Verbandsstruktur sowie die aktuelle Situation wurden verständlich erläutert. Offene Fragen fanden Raum, und alle Teilnehmenden gingen mit einem klaren Bild und einem sicheren Gefühl für die gemeinsame Ausrichtung.
Außendarstellung und Marketing: ein starkes neues Team
Ein besonderes Highlight bildete die Vorstellung des neu aufgestellten Außendarstellungs- und Marketingteams. Vivienne Spruck, Bereichsleitung des Teams, nahm die ModeratorInnen gemeinsam mit Lea Seibt, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, mit auf die Reise des Neuaufbaus im Jahr 2025.
Heute engagieren sich rund 30 Ehrenamtliche in drei eng verzahnten Teilteams:
- Social-Media-Team
Präsenz auf Instagram, LinkedIn und Facebook, Contentplanung, Community Management und Informationsbeiträge rund um Burnout, Depressionen und Selbsthilfe. - Team Öffentlichkeitsarbeit
Pressearbeit, externe Kommunikation, Kooperationen und eine klare, authentische Darstellung des Verbands nach außen. - Entwicklungsteam
Strategische Weiterentwicklung, neue Projekte, interne Strukturen sowie neue Projekte und Optimierungsprozesse.
Ein zentraler Fokus lag auf der Zusammenarbeit mit den ModeratorInnen. Ihre Erfahrungen aus der Praxis bilden das Herzstück der Außendarstellung. Vivienne lud ausdrücklich dazu ein, Impulse, Rückmeldungen und Informationen unkompliziert weiterzugeben. So entsteht Sichtbarkeit für Selbsthilfegruppen, echte Nähe und eine starke gemeinsame Stimme.
Selbsthilfegruppen und Moderationspraxis im Fokus
Im Themenblock „Selbsthilfegruppen und Moderationspraxis“ vertieften wir gemeinsam die Grundlagen unserer Arbeit. Die Rolle der ModeratorInnen, ihre Aufgaben und Verantwortungsbereiche wurden klar herausgearbeitet. Zusätzlich erhielten alle Teilnehmenden einen aktuellen Überblick über bestehende Gruppen, Standorte sowie Online- und Präsenzformate. Dieses Gesamtbild stärkte das Verständnis für die Vielfalt und Reichweite unseres Angebots in der Präventionsarbeit.
Feedback als Motor für Weiterentwicklung
Ein weiterer Schwerpunkt widmete sich dem Feedback aus den Selbsthilfegruppen. Positives Feedback wirkte stärkend und motivierend. Gleichzeitig griff die Runde die Verbesserungsvorschläge auf und diskutierte gemeinsam umsetzbare Ideen. Auch die Themenwünsche der Teilnehmenden flossen konkret in die Planung für das kommende Jahr ein.
Neue Angebote für unterschiedliche Lebensrealitäten
Mit Blick auf die Zukunft stellte der Verband mehrere Sonderselbsthilfegruppen vor:
- Eine reine Männer-Onlinegruppe ab Januar
- Eine Online-Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende, angepasst an ihren Alltag
- Ein englischsprachiges Online-ABC, um sprachliche Zugänge zu erweitern
- Ein Ausbau der offenen Gesprächsrunden, um Bedarfe flexibler aufzugreifen und Förderanforderungen zu erfüllen
Die ModeratorInnen brachten ihre Einschätzungen, Ideen und Erfahrungen aktiv ein und gestalteten diese Entwicklungen mit.
BBuD_Connect: Selbsthilfe digital vernetzt
Thomas Grünschläger stellte im Anschluss die neue App BBuD_Connect vor. Die kostenfreie App bündelt alle wichtigen Informationen rund um den Verband. Ab 2026 lassen sich dort sämtliche Termine von Online- und Präsenz-Selbsthilfegruppen einsehen und niedrigschwellig buchen. Zusätzlich zeigt die App Social-Media-Beiträge und neue Inhalte der Website zentral an.
Raum für Fragen, Raum für Miteinander
Zum Abschluss öffnete sich der Raum für offene Anliegen aus dem Moderationsalltag. Herausforderungen, persönliche Erfahrungen und konkrete Fragestellungen fanden Gehör. Der Austausch schenkte Rückhalt, Klarheit und neue Lösungsansätze – getragen von gegenseitiger Unterstützung.
Ein Vormittag mit Wirkung
Dieses Moderatorentreffen wirkte inspirierend, verbindend und stärkend. Es brachte Menschen zusammen, vertiefte Wissen, schuf Transparenz und förderte die gemeinsame Weiterentwicklung unseres Angebots in der Prävention von Burnout und Depressionen. Trotz Online-Format entstand Nähe, Vertrauen und echte Gemeinschaft.
Unser Blick richtet sich nach vorne: Ein Moderatorentreffen in Präsenz im kommenden Jahr – idealerweise im Frühjahr – steht als Wunsch im Raum. Ein solches Treffen würde den persönlichen Austausch weiter vertiefen und den Zusammenhalt im Team stärken.
Beste Tipps für mentale Gesundheit:
- Einfach Dinge ausprobieren
- Individuell herausfinden, was hilft
- Entspannung und bewusstes Runterfahren
- Absolute Stille erleben: Handy, Radio und Computer aus
- Sich selbst treu bleiben
- Fokus auf das eigene Erleben
- Lachyoga: AEI-IOU-Meditation
- Zeit in der Natur verbringen
- Eigene Grenzen setzen
- Begegnungen mit Menschen, die gut tun
- Gute soziale Kontakte pflegen
- Den Tag mit Gebet beginnen
- Tai-Chi-Übungen integrieren
- Körper, Geist und Seele in Einklang bringen
- Den eigenen Körper und das Nervensystem verstehen
- Überförderung vorbeugen
- Zeit in der Natur: 30 Minuten – bei hoher Belastung 60 Minuten
- Unterstützung annehmen, auch professionell
- Zeit- und Selbstmanagement mit der Eisenhower-Methode
- Kontraste schaffen und Balance leben
- Verschiedene Methoden ausprobieren, zum Beispiel den Poster Stress Cycle
- Selbstfürsorge bewusst gestalten
- Stillstehen und sich sammeln


