Gesichter und Einblicke – Wir sind der BBuD!

BBuD-Ehrenamtliche stellen sich vor:

Juliane Korinth

Hi, mein Name ist Juliane, ich bin fast 41 Jahre alt, lebe östlich von Hamburg inmitten von Wald & Seen und komme ursprünglich aus dem schnelllebigen Berlin. Wer mit mir spricht, der merkt das für gewöhnlich schnell! 

Warum liegt Dir die Arbeit des BBuD am Herzen? 

First of all – ich bin selbst Betroffene von Depressionen – schon beinahe mein ganzes Leben. Solange ich mich erinnern kann, habe ich darum auch nie ein Geheimnis gemacht, sondern immer kommuniziert, was genau das bedeutet und wie diese Krankheit mein Leben beeinflusst. Ich dachte immer, wenn ich es den Menschen um mich herum nicht erzähle, kann ich auch kein Verständnis von ihnen erwarten. Im Grunde ist das der gleiche Antrieb, der mich hierhergeführt hat. 

Welche Fähigkeit hast du zum BBuD mitgebracht, die Dir besonders geholfen hat, den BBuD zu unterstützen? 

Ich war Redakteurin und bin inzwischen eine PR-Consultant. Was ihr hier tut – Redaktionspläne & Themenideen ausarbeiten, potenzielle Verteiler recherchieren, Social-Media-Konzepte entwickeln und Artikel für verschiedene Zielgruppen texten – sind im Grunde mein Daily Business. Mich hier einzubringen, bedarf im Wesentlichen also keiner neuen Fähigkeiten von mir, sondern ruft lediglich mein Fachwissen ab. Für ein Ehrenamt erschien mir das übersichtlich, und ich weiß aus der Praxis, dass ich daran auch langfristig Freude haben werde. 

Hat Dein ehrenamtliches Engagement beim BBuD einen positiven Einfluss auf Dein persönliches Wachstum oder vielleicht sogar auf Deine berufliche Entwicklung? 

Auf meine berufliche Entwicklung? Naja – es ist eine hübsche Fußnote in meinem Lebenslauf, aber darum geht es mir gar nicht. Ich finde wichtig, mich selbst immer wieder mit dem Thema zu beschäftigen, Aufmerksamkeit und Sensibilität zu wecken in Menschen, die das Interesse daran haben, etwas zu verstehen, das man nicht sehen kann. Die Kraft, über diese Erkrankungen zu reden, hat nun mal nicht jeder, und persönlich finde ich, wir sind viel zu leise. Ich verleihe meine Stimme gerne, das ist ein Beitrag, den ich gewillt bin zu leisten, um die berühmt-berüchtigte Awareness zu spreaden. 

Jemand interessiert sich, dem BBuD beizutreten und sich vielleicht sogar für den BBuD zu engagieren – was ist Deine Nachricht an diese Person? 

Tu es. Für dich, für die, die du liebst, für die, die nicht gehört werden, nicht gesehen, für die, die du vielleicht auf Bühnen & Leinwänden bewundert und dann verloren hast. Für die Trauer, die leichter zu verstehen ist als die Einsamkeit die vielen Jahre vorher. Und für die, von denen du noch gar nicht ahnst, dass du sie vielleicht einmal verlieren wirst. Je mehr wir werden, desto lauter sind wir. Desto größer die Chance, von denen gehört zu werden, die ein Auffangnetz brauchen, und für die Botschaft, die über allem drübersteht: Du bist nicht allein. 

Was bewegt Dich in Deinem Leben außerhalb des BBuD? 

Ein wilder Mix aus Tanzen in der Hauptstadt, einer unendlichen Liebe für Italien, Büchern, gutem Essen und Momenten ganz für mich. Neben dem BBuD bin ich auch ehrenamtliche Spartenleiterin und „Trainerin“ fürs Wandern in unserem örtlichen Sportverein. Ich mag Kontraste. 

Der BBuD dankt Juliane für den engagierten Einsatz. Was uns ausmacht, sind die tollen Menschen in unserem Team, und die großartige Unterstützung unserer Ehrenamtlichen macht die Arbeit des BBuD erst möglich!

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