Ersthelfer Mentale Gesundheit, Bundesverband Burnout und Depression, BBuD

EMG: Unsere Ehrenamtlichen machen sich stark

Wir beim BBuD verstehen uns als Wegbegleiter. Wir wollen zuhören, verstehen und Mut machen – gerade dann, wenn es im Leben einmal belastend wird. Dazu gehört für uns auch, Menschen in unserem Umfeld nicht nur körperlich, sondern auch mental zur Seite stehen zu können. Deshalb freuen wir uns besonders, dass einige unserer Ehrenamtlichen den EMG-Kurs „Ersthelfer Mentale Gesundheit“ absolviert haben.

Möglich wurde die Teilnahme durch unseren Fellows Ride Weinstraße und einer großzügigen Unterstützung der Sparkasse Südpfalz in Höhe von 500 Euro. Damit konnten wir insgesamt fünf Ehrenamtlichen die Teilnahme an diesem wichtigen Kurs ermöglichen.

Mentale Erste Hilfe: Wissen, das helfen kann

Der EMG-Kurs vermittelt grundlegendes Wissen über psychische Erkrankungen und Belastungen, darunter Depressionen, Burnout und Angststörungen. Die Ausbildung vermittelt Wissen und praktische Handlungsmöglichkeiten, um Menschen in psychischen Krisen besser unterstützen zu können. Psychische Belastungen gehören zum Leben vieler Menschen. Dennoch fällt es Angehörigen, Freundinnen, Freunden und Kolleginnen und Kollegen häufig schwer, Warnsignale zu erkennen und ein Gespräch über die psychische Gesundheit zu beginnen. Aus Unsicherheit und Sorge, etwas Falsches zu sagen, wird der Kontakt manchmal sogar vermieden. Dabei können aufmerksames Zuhören, Verständnis und ein offenes Gespräch wichtige erste Schritte sein, um Betroffenen Unterstützung zu ermöglichen.
Die Teilnehmenden lernen, mögliche Warnsignale besser einzuordnen, Gespräche mit betroffenen Menschen einfühlsam zu führen und unterstützende Hilfe anzubieten. Praktische Übungen und Rollenspiele helfen dabei, das Gelernte auf Situationen im Alltag und im Berufsleben zu übertragen.

„Offenheit hilft, Reden hilft, Reden kann Leben retten“

Wie wertvoll diese Erfahrung sein kann, zeigen die Rückmeldungen unserer Ehrenamtlichen nach Teilnahme am EMG-Kurs:

Anna Hen-Rysz – Moderatorin ABC Hamburg:

„Mein Stichwort am Ende des Seminars war „wertvoll“. Besonders hängen geblieben ist mir, dass in Deutschland jährlich mehr als dreimal so viele Menschen durch Suizid sterben wie bei Verkehrsunfällen. Gleichzeitig sind Angehörige, Freundinnen oder Kolleginnen oft unsicher, wie sie reagieren und ein Gespräch beginnen können. Aus dieser Überforderung wird der Kontakt manchmal sogar ganz vermieden. Der Kurs vermittelt verständliches Basiswissen zu Depression, Burnout und Angststörungen und zeigt ganz konkret, wie Bezugspersonen Betroffene unterstützen können. Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele Menschen dieses Wissen erhalten, weil es zu einem verständnisvolleren Miteinander beitragen kann.“

Annika Steveling – Ehrenamtliche im AuMa- und App-Team:

„Mein Stichwort war „Rollenspiel. Der Austausch zu einer belastenden Beispielsituation im Arbeitsleben zwischen der Rolle Betroffene und Kollegin war für mich sehr eindrücklich. Hinsehen, das Gespräch suchen, hinhören und nachfragen ist der erste richtige Schritt, um Menschen in belastenden Situationen zu helfen. Mein wichtigstes Learning war, trotz allem Mitgefühl und Verständnis für die Situation der Betroffenen auch selbstfürsorglich zu sein. Offenheit hilft, Reden hilft, Reden kann Leben retten.“

Elena Dieter – Moderatorin ABC Bad Soden-Salmünster:

„Mein Wort war „Informativ“. Ich fand es gut, dass die Unterschiede und Vorwarnzeichen von den einzelnen Burnout Depressionen usw. erklärt wurden. Es war sehr gut, dass wir auch in Gruppen üben konnten, wie man mit Betroffenen spricht. Welche Sätze gut waren und welche eher nicht so gut sind. Es ist sehr wichtig dieses Wissen weiter zu geben, um andere zu sensibilisieren.“

Beate See – Moderatorin ABC Frauen:

„Mein persönliches Kern-Stichwort aus diesem Kurs lautet: „Aktives Hinhören statt bloßen Zuhörens“ – ein Ansatz, der so wichtig ist.

Zu den Inhalten:

Die Inhalte waren hervorragend strukturiert, wissenschaftlich fundiert und überaus praxisnah aufbereitet. Besonders wertvoll war für mich, dass wir weit über die graue Theorie hinausgegangen sind. Uns wurden konkrete Werkzeuge und klare Handlungsleitfäden an die Hand gegeben, um in psychischen Krisensituationen – ob im Alltag oder im Beruf – feinfühlig, reflektiert und sicher reagieren zu können. Die integrierten praktischen Übungen haben nicht nur enorm viel Sicherheit verliehen, sondern wurden zudem mit einer Leichtigkeit vermittelt, die richtig Freude bereitet hat.

Zur Mentorin:

Ein ganz großes Lob gebührt unserer Mentorin. Sie hat den Kurs mit Empathie, tiefer Fachkompetenz und einer angenehmen Nahbarkeit geleitet. Dadurch hat sie einen geschützten Raum geschaffen, in dem selbst sensible und tabuisierte Themen offen und vertrauensvoll besprochen werden konnten. Sie ist auf individuelle Fragen eingegangen und hat den anspruchsvollen Stoff lebendig und absolut verständlich vermittelt.

Zu den Teilnehmenden:

Ein wesentlicher Teil dieses Erfolgs war auch die großartige Gruppe. Die Interaktion mit den anderen Teilnehmenden war von einer außergewöhnlichen Offenheit und tiefen Empathie geprägt. Durch die vielen wertvollen Beiträge und den Austausch von reichhaltigen, persönlichen Erfahrungsschätzen hat jede Diskussion eine zusätzliche Tiefe bekommen, von der alle Beteiligten enorm profitieren konnten. Ich fühle mich nun spürbar sicherer und bestens gerüstet, um im Ernstfall mentale Erste Hilfe zu leisten. Dieser Kurs sollte, genau wie der klassische Erste-Hilfe-Kurs, zur Pflicht gemacht werden.“

Unser herzlicher Dank gilt der Sparkasse Südpfalz für die Unterstützung in Höhe von 500 Euro sowie allen, die durch den Fellows Ride Weinstraße dazu beigetragen haben, diese Ausbildung zu ermöglichen.  
Damit wurde in die Weiterbildung unserer Ehrenamtlichen und in einen sensibleren Umgang mit psychischer Gesundheit nachhaltig investiert. 

Weitere Einblicke in den EMG-Kurs und seine Inhalte erhaltet ihr in diesem Video. Falls ihr Interesse an einer Teilnahme am Kurs habt, dann schaut gerne auch hier vorbei und sichert euch euren Termin.

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