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Neuss, 11. Februar2026
Im Februar 2026 startet eine weitere ABC-Selbsthilfegruppe als Online-Format, moderiert von einer Angehörigen für Angehörige.

Der Bundesverband Burnout und Depression e. V. (BBuD) erweitert sein Online-Angebot der „Anderen Burnout Cafés“ (ABC) um eine weitere Selbsthilfegruppe. Bereits im Dezember wurde das beliebte Format um einige Gruppen erweitert – so beispielsweise eine für Männer und eine reine Frauengruppe. Ab dem 20. Februar 2026 startet ein ABC-Online-Format speziell für Angehörige von Menschen mit Burnout oder Depression. Das neue Angebot schafft einen geschützten Raum für Austausch, Entlastung und gegenseitige Unterstützung.
Die Online-Gruppe für Angehörige trifft sich jeden 3. Freitag im Monat von 19:00 bis 21:00 Uhr. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Partnerinnen und Partner, Familienmitglieder, Freundinnen und Freunde oder enge Bezugspersonen, die im Alltag häufig stark mitbetroffen sind, dabei jedoch selbst wenig Raum für ihre Sorgen, Fragen und Belastungen finden. In dieser Gruppe soll genau das Platz finden.
Eine Besonderheit des neuen Formats ist die Moderation: Die Leiterin der Gruppe ist selbst Angehörige einer Betroffenen und bringt damit nicht nur fachliche, sondern auch persönliche Erfahrung in die Gruppenarbeit ein. Das ABC für Angehörige orientiert sich am bewährten Konzept der „Anderen Burnout Cafés“ und verbindet offenen Erfahrungsaustausch mit thematischen Impulsen, die auf die besondere Situation von Angehörigen zugeschnitten sind.
Die ABC-Gruppen wurden 2013 von Betroffenen für Betroffene ins Leben gerufen und sind ein zentraler Bestandteil der Selbsthilfearbeit des BBuD. Mit dem neuen Angebot für Angehörige trägt der Verband der Tatsache Rechnung, dass psychische Erkrankungen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern immer auch ihr soziales Umfeld stark beeinflussen. Die Online-Formate ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang unabhängig vom Wohnort. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Informationen zu den Selbsthilfegruppen ABC „Anderes Burnout Café“ des BBuD sowie Hinweise zur Teilnahme finden Interessierte auf der Webseite https://anderes-burnout-cafe.de/
Depressionen gehören mittlerweile zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Im Jahr 2024 waren rund 9,5 Millionen Menschen von Depressionen betroffen (Gesundheitsatlas Deutschland, AOK 2024). Die Zahl der Erkrankten steigt stetig. Depressionen belasten das Leben der Betroffenen und ihr Umfeld. Stigmatisierung, Unwissenheit und Unverständnis in der Bevölkerung einerseits sowie ein unzureichendes Versorgungsangebot erschweren insgesamt den Umgang mit der Krankheit. Der vom Verein genutzte Begriff „Burnout“ hilft dabei, ein auch sprachlich niedrigschwelliges Angebot zu formulieren und damit mehr Menschen zu erreichen. Mit dem Ziel, möglichst vielen Menschen dahingehend eine Unterstützung zu bieten, macht der BBuD mit den neuen Terminen einen weiteren wichtigen Schritt.
Hintergrund: In Deutschland haben bereits drei Prozent der Bevölkerung zumindest einmal im Leben die Diagnose eines sogenannten „Burnouts“ erhalten. Dieses Syndrom bezeichnet einen Erschöpfungszustand, welcher sich in verschiedenen Phasen von der Überlastung und Überforderung bis zum mentalen Zusammenbruch äußern kann, vor allem Berufsleben und soziale Kontakte betrifft und insbesondere psychosomatische Beschwerden auslöst. Hingegen erlitten mindestens fünf Millionen Deutsche bereits eine ernstzunehmende depressive Episode, die als schwere psychiatrische Erkrankung anzusehen ist und sich in Perspektivlosigkeit, Freudlosigkeit, Traurigkeit über beträchtliche Körpererscheinungen und einen massiven Rückzug aus dem persönlichen Umfeld ausdrückt. Beide Krankheitsbilder sind allerdings der Psychotherapie und medikamentösen Behandlungsansätzen zugänglich. Daneben helfen niederschwellige Maßnahmen wie Entspannungstraining, Lichttherapie, Selbsthilfemaßnahmen, Sozialberatung oder Coaching.
Der Bundesverband Burnout und Depression e.V. ist die bundesweite Selbsthilfeorganisation für Menschen mit stressinduzierten Problembildern wie Burnout oder Depression. Seine Mitglieder sind eigens betroffen und wollen ermutigen, selbst wieder aktiv zu werden und für sich und andere Erkrankte Verantwortung zu übernehmen.
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